Gehalt: So verdienst du, was dir zusteht

Gehaltsverhandlung: Wir zeigen dir, welche Fehler man unbedingt vermeiden sollte und wie man herausfindet, was man wert ist.
September 25, 2018

Den Arbeitgeber nach mehr Geld fragen – nicht unbedingt die angenehmste Angelegenheit. Damit du den Sprung vom Bittsteller zum Verhandlungspartner locker schaffst, sagen wir dir, welche Fehler du unbedingt vermeiden solltest und wie man herausfindet, was man wert ist.

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#1 Die falsche Wortwahl

Die falsche Wortwahl kann bereits für einen schlechten Start in ein Gespräch über das liebe Geld sorgen. Verwendest du das Wort „Gehaltserhöhung“, hört dein Gegenüber: Jetzt wird etwas teurer. Bezeichne deinen Wunsch nach mehr Geld besser als „Gehaltsanpassung“. Ein kleiner, aber feiner Unterschied.

#2 Bitten und betteln

Immer lieb und nett – auch in der Gehaltsverhandlung ein großer Fehler. „Es wäre total super, wenn es vielleicht möglich wäre, wenn ich ab nächstem Jahr eventuell mehr Geld bekommen würde.“ So signalisierst du deiner Führungskraft, dass du dir selbst nicht sicher bist, ob du mehr Geld bekommen solltest. Besser: Höflich fragen, aber hart argumentieren.

#3 Kollegengehälter als Argument

„Aber der andere kriegt doch auch…!“  Egal, wie fair oder unfair das Gehalt deines Kollegen ist – für die Gehaltsverhandlung darf das kein Argument sein. Je nachdem, wie dein Chef tickt, kann dir das sogar ordentlich Minuspunkte einbringen. Dein Kollege kriegt bei gleicher Leistung mehr Geld als du und du empfindest das als unfair? Dann argumentiere mit deinen Leistungen und nenne deine Erfolge als Grund für mehr Geld.

#4 Den Vorgesetzten unter Druck setzen

Dieser Plan geht nicht auf: Die Führungskraft unter Druck setzen und vor ein Ultimatum stellen: Entweder mehr Geld, oder ich gehe! Dein Chef wird in dieser – für ihn unangenehmen Situation – garantiert nicht einknicken, immerhin muss er sein Gesicht als Führungskraft wahren. Bevor er das verliert, verliert er womöglich lieber dich als Mitarbeiter.

#5 Dienstjahre als Argument

Nach vielen Jahren im Unternehmen hat man sich als Arbeitnehmer oft verdient gemacht, das alleine ist aber kein Argument für mehr Gehalt. Möchtest du deinem Arbeitgeber klarmachen, dass du jetzt mehr wert bist, möchte er dafür einen Gegenwert sehen – deine Leistung. Loyalität und Treue zum Unternehmen sind sicher ein Faktor, der die Gehaltsentwicklung beeinflusst, das Senioritätsprinzip zieht als Argument alleine aber nicht.

#6 Beim Jobeinstieg zu jedem Gehalt „Ja“ sagen

Du hast einen neuen Job in Aussicht – vielleicht der erste deiner Berufslaufbahn – dann solltest du trotzdem nicht jeden Betrag akzeptieren, der dir vom Arbeitgeber angeboten wird. Für zukünftige Gehaltsverhandlungen ist das eine sehr schlechte Basis. Du wirst kaum aufholen können, außer du ringst deiner Führungskraft jährlich utopische 15 bis 20 Prozent Gehaltssteigerung ab.

#7 Schlecht vorbereitet

Gute Planung und ausreichend Vorbereitung sind die Basis für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung. Lege dir eine Strategie zurecht und gehe nur gut gerüstet in das Gespräch mit deiner Führungskraft. Davor solltest du dir ausreichend Zeit nehmen, um Argumente zu sammeln, die für eine Anpassung deines Gehalts sprechen.

#8 Nicht wissen, was man wert ist

Über Geld wird üblicherweise nicht gerne gesprochen. Mit Kollegen oft gar nicht, mit Freunden und Familie vielleicht schon eher. Den eigenen Marktwert kennen daher nicht alle. Bekomme ich auch, was ich verdiene? Finde heraus, welche Gehälter für deine Position in deiner Branche üblicherweise bezahlt werden und wo dein eigenes Gehalt liegt.

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