So klappt’s mit der Bewerbung

Es gibt keine zweite Chance für einen guten ersten Eindruck. Mit diesen Tipps meistern Sie die erste Hürde in den neuen Job.
November 13, 2015

ein junger Herr im Anzug ballt seine Faust im Zeichen ders ErfolgsBunt bemalt, mit Fett beschmiert, gespickt mit Rechtschreibfehlern und mit einem Urlaubsfoto am Palmenstrand versehen. Ein Experte würde sich dieses Bewerbungsschreiben mit spitzen Fingern greifen und rasch in den Müll werfen. Manche Bewerber verschrecken ihre potenziellen Arbeitgeber gleich zu Beginn. Die schlimmsten Fettnäpfchen bei der Bewerbung und die besten Strategien:

 

Unterlagen

Die gute Nachricht zuerst: 2,5 Millimeter Rand auf dem Papier misst heute niemand mehr nach, aber man sollte nicht über alle Maßen künstlerisch tätig sein. Deshalb einfach weiße DIN-A4-Blätter wählen und auf Zierränder verzichten. Buntes Papier und kreative Muster sind ausschließlich in grafischen Berufen erlaubt. Die erste Seite des Bewerbungsschreibens sollte den Namen, die Anschrift mit Telefonnummer und das Foto beinhalten. Vorsicht bei der Auswahl des Bildes: Urlaubsfotos, zerzaustes Haar, viel Schmuck und ein zerknittertes Shirt auf einem Automatenfoto machen keinen guten ersten Eindruck. Am besten kommt ein Ausdruck eines Porträts in Farbe auf der ersten Seite an. Wenn man die Möglichkeit nicht hat, ein digitales Foto in die Seite einzubauen und einen Farbausdruck davon zu machen, tut es auch ein Porträtbild, das mit einer Klammer am Rand der ersten Seite festgehalten wird.

Text

Auf der folgenden Seite wird im Rahmen eines kurzen, persönlichen Textes formuliert, warum…

ein junger mann im anzug mit geballter faust und jubelschreiBunt bemalt, mit Fett beschmiert, gespickt mit Rechtschreibfehlern und mit einem Urlaubsfoto am Palmenstrand versehen. Ein Experte würde sich dieses Bewerbungsschreiben mit spitzen Fingern greifen und rasch in den Müll werfen. Manche Bewerber verschrecken ihre potenziellen Arbeitgeber gleich zu Beginn. Die schlimmsten Fettnäpfchen bei der Bewerbung und die besten Strategien:

 

Unterlagen

Die gute Nachricht zuerst: 2,5 Millimeter Rand auf dem Papier misst heute niemand mehr nach, aber man sollte nicht über alle Maßen künstlerisch tätig sein. Deshalb einfach weiße DIN-A4-Blätter wählen und auf Zierränder verzichten. Buntes Papier und kreative Muster sind ausschließlich in grafischen Berufen erlaubt. Die erste Seite des Bewerbungsschreibens sollte den Namen, die Anschrift mit Telefonnummer und das Foto beinhalten. Vorsicht bei der Auswahl des Bildes: Urlaubsfotos, zerzaustes Haar, viel Schmuck und ein zerknittertes Shirt auf einem Automatenfoto machen keinen guten ersten Eindruck. Am besten kommt ein Ausdruck eines Porträts in Farbe auf der ersten Seite an. Wenn man die Möglichkeit nicht hat, ein digitales Foto in die Seite einzubauen und einen Farbausdruck davon zu machen, tut es auch ein Porträtbild, das mit einer Klammer am Rand der ersten Seite festgehalten wird.

Text

Auf der folgenden Seite wird im Rahmen eines kurzen, persönlichen Textes formuliert, warum man sich genau um eben diese Stelle bewirbt und genau der Richtige dafür ist. Konkreter: Im Bewerbungstext sind Aktivformulierungen gefragt! „Ich habe mich entschieden …“, kommt besser an, als „Mir wurde geraten …“. Außerdem sollte der Konjunktiv vermieden werden. Also zum Beispiel: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, bei Ihnen zu arbeiten.“ Statt: „Ich könnte mir vorstellen …“
Zu viel Übermut tut bekanntlich selten gut. Wer sich aber traut, bereits im Bewerbungsschreiben die Marke „Ich“ zu verkaufen und Interesse an der Firma zeigt – als Lehrling etwa: „Ich kann mir vorstellen, selbst einmal Küchenchef zu werden.“ –, der bekundet Mut, Willenskraft und Ehrgeiz und erhöht somit die Chancen, zu einem persönlichen Gespräch geladen zu werden.

Punktgenau

Beliebige Aufzählungen wie „Ich bin flexibel, umgänglich und belastbar“ sind im Bewerbungsschreiben fehl am Platz. Besser: Gut strukturiert und anhand von Beispielen erklären, was man unter Flexibilität in puncto Arbeitszeiten versteht, wie man mit Gästen umgeht, was man unter Service versteht und wie man die Belastbarkeit vielleicht auch im Rahmen eines Praktikums bereits unter Beweis gestellt hat.

Umfang

In größeren Betrieben, etwa in großen Hotelketten ist die Zeit knapp. Deshalb sind einem Bewerbungsschreiben nur wenige Minuten Aufmerksamkeit sicher. Eine Seite mit der persönlichen Vorstellung, eine Seite Lebenslauf, Zeugnisse und eventuelle andere Qualifikationen reichen vollkommen aus. Die Zeugnisse werden dabei nach Aktualität sortiert. Wer über 45 ist, sollte nicht alle Zeugniskopien beilegen. Es reichen die wichtigsten Stationen wie Lehrabschluss, Matura oder Arbeitszeugnis des letzten Betriebes.
Den Noten im Zeugnis messen manche Gastronomen manchmal weniger Beachtung bei, als einem sympathischen Text oder der persönlichen Einstellung zum Wunschberuf oder zur gewünschten Stelle.

Vorinformation

Alle Betriebe stehen in den gelben Seiten des Telefonbuchs oder im Internet, außerdem informieren Wirtschaftskammer & Co über die einzelnen Lehrberufe und Unternehmen. Deshalb ist es unbedingt notwendig, sich im Vorfeld die Mühe zu machen, den Namen der Person ausfindig zu machen, die sich den Unterlagen widmet. In den meisten Fällen ist es der Personalbeauftragte oder der Chef des Unternehmens selbst, da in vielen Betrieben die Mitarbeiterauswahl noch Chefsache ist. Daher gilt: Besser zwei Leute in der Bewerbung mit Namen erwähnen („Sehr geehrte Frau Muster! Sehr geehrter Herr Maier!“), als ein unpersönliches „Sehr geehrte Damen und Herren!“ an das Unternehmen zu schicken. Außerdem sollten bei der schriftlichen Bewerbung bereits konkrete Berufsvorstellungen angegeben werden. Im Text steht also idealerweise „Ich bewerbe mich als …“. Tipp dazu: Immer den genauen Beruf angeben, der gegebenenfalls auch in der Stellenanzeige, auf die man antwortet, beschrieben wird.

Ein Handschlag zwischen einer Frau und einem Mann, sitzend während eines Bewerbungsgespräches Internetinfos

Bevor man zu einem Vorstellungsgespräch geladen wird, ist es wichtig, sich im Vorfeld bereits Informationen über das Unternehmen zu holen – etwa aus dem Internet. Wer sich auf der Homepage des Unternehmens schlau macht, hat einen kleinen Wettbewerbsvorteil und kann auch im Bewerbungsschreiben bereits ausformulieren: „Mich interessiert ihr Betrieb, —
weil …“

Erster Anruf

Die Zeit zwischen zehn und elf ist die goldene Stunde zum Nachtelefonieren, weil die meisten Dienstgeber vor dem Mittagessen mehr Zeit haben. Die ungünstigen Zeiten im Gastgewerbe sind natürlich die Küchenzeiten. Bevor man den Hörer abhebt, sollte man Folgendes erledigen: die kleine Schwester aus dem Zimmer aussperren, Musik aus- oder sehr leise schalten und Informationen über das Unternehmen bzw. Termine oder sonstiges auf einem Schummelzettel bereithalten. Der beste Zeitpunkt zum Nachtelefonieren sind Tag vier oder fünf, nachdem man die Bewerbung abgeschickt hat.

Persönliches Gespräch

Wird man dann eingeladen, sich persönlich vorzustellen, gilt es in der Gastronomie und Hotellerie sauber und gepflegt zu erscheinen. Auch, wenn man keinen unmittelbaren Kundenkontakt haben wird wie zum Beispiel als Küchenhilfe oder Buchhalter. Doch wer will schon jemanden einstellen, den er verstecken muss, weil er sich später doch einmal zufällig vor den Gästen schmuddelig, mit schmutzigen Schuhen oder löchrigem Shirt präsentieren könnte.

Einstimmen

Bevor’s ans Eingemachte geht, sich also die Tür zum Big Boss öffnet, sollte man sich in positive Stimmung versetzen. Der Trick dabei: Am besten funktioniert das, wenn man sich an eine Situation erinnert, die man als angenehm empfunden hat. Denn ein bisschen Lampenfieber schärft zwar den Verstand und die Wachsamkeit, doch zu viel des Guten kann eher hinderlich wirken.

Wertschätzen

Zugegeben, es gibt Menschen, die einem grundsätzlich nicht sympathisch sind. Doch selbst wenn eine zutiefst unsympathische Person das Bewerbungsgespräch führt, sollte man sich überlegen, wofür man sein Gegenüber respektieren könnte. Das schafft eine positive Stimmung, die man beim Gespräch unbedingt braucht.

Fangfragen

Der Frage „Haben Sie sich woanders beworben?“ kann man leicht mit Ehrlichkeit begegnen: „Ja, aber am liebsten würde ich zu Ihnen!“ Ehrlichkeit und Authentizität sind beim persönlichen Gespräch wichtig. Und immer freundlich über Nachbarn und liebe Bekannte sprechen, sie könnten die besten Freunde des Vorgesetzten sein. Wem es gelingt, die „Fragestunde“ durch Gegenfragen aufzubrechen und ein Gespräch zu erreichen, zeigt Selbstbewusstsein und hat alle Trümpfe in der Hand.

Heikle Themen

Durch häufige Jobwechsel oder Auszeiten im Lebenslauf kommt so mancher Arbeitgeber zu falschen Schlüssen. Wichtig ist dabei, immer ehrlich zu bleiben. Also keine Auszeit wegschwindeln, sondern besser positiv darstellen. Dass man sich also auch beim dritten Jobwechsel nicht vor Verantwortung drücken wollte, sondern, dass man einfach neugierig war, was die neue Stelle zu bieten hatte. Erwähnenswert: Dass man sich im alten Job bislang unterfordert gefühlt und sich gerne neu beweisen möchte, sich also gerne neuen Herausforderungen stellen möchte. Was dabei immer gut ankommt: Eine lose Seite, die dem Bewerbungsschreiben beiliegt, auf der die ganz persönlichen Stärkefelder und beruflichen Erfahrungen hervorgehoben werden. Eigenschaften, die einem genau in dem Job, für den man sich bewirbt, von Nutzen sein können.

>> tipps

Bewerbungsrunden

In der Regel veranstalten klein- und mittelständische Betriebe nur eine bis zwei Bewerbungsrunden, also nach der Einladung und dem erfolgreichen ersten Gespräch folgen entweder ein Schnuppertag oder eine weitere Runde, in der der Bewerber mit anderen Kandidaten verglichen wird, etwa im Rahmen einer Gruppenübung. Bei Lehrlingen wird es oft gern gesehen, wenn die Eltern ihren Schützling am Anfang zum möglichen Arbeitgeber begleiten.

Assessment-Center

Assess bedeutet feststellen, bewerten oder einschätzen und Center die Mitte oder das Zentrum, deshalb stehen im Rahmen eines Assessment-Centers die Bewerber im Mittelpunkt. Ihr Verhalten in bestimmten Situationen und bei bestimmten Übungen wird beobachtet und bewertet.

>> tipps

Pünktlichkeit

Eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen eines Bewerbungsgesprächs ist pünktliches Erscheinen. Wer abgehetzt, verschwitzt oder knapp zu spät in den Betrieb stolpert, macht einen denkbar schlechten Eindruck und geht gleich mit Minuspunkten ins Rennen. Deshalb immer Wegzeiten, Staus, Fahrplanverzögerungen einberechnen.

Ansprechpartner

„Danke, dass Sie mich eingeladen haben, Frau… “. Genau das Versäumnis, das man im Warteraum nachholen wollte. Nur schade, dass man etwas früher aufgerufen wurde. Den Namen des Gesprächspartners sollte man sich – schon bevor man sich auf den Weg macht – früh genug einprägen.

Höflichkeit

Auch zu potenziellen Kollegen sollte man immer höflich sein. Manche Arbeitgeber befragen auch sie nach ihrer Meinung zum möglichen neuen Mitarbeiter.

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