Das Drittl: Wenn die Bäckerei zum Beisl wird
Das Drittl in der Wasagasse 28 macht aus einer simplen Standortfrage ein starkes Abendkonzept. Tagsüber arbeitet hier die Bäckerei Ährlich, abends übernimmt ein junges Team die Bühne und dreht Licht, Stimmung und Karte in Richtung Wiener Sharing-Beisl. So wird ein bestehender Raum doppelt genutzt, ohne dass er seine Seele verliert.
Das Drittl in der Wasagasse 28 macht aus einer simplen Standortfrage ein starkes Abendkonzept. Tagsüber arbeitet hier die Bäckerei Ährlich, abends übernimmt ein junges Team die Bühne und dreht Licht, Stimmung und Karte in Richtung Wiener Sharing-Beisl. So wird ein bestehender Raum doppelt genutzt, ohne dass er seine Seele verliert.
Die Küche setzt auf österreichische Klassiker mit bewusst schrägem Dreh: Kärntner Kasnudel als Krokette, Bio-Pfeffer-Tatar mit gebeiztem Eigelb, Schlutzkrapferl in Kombu-Dashi oder veganer Bio-Rostbraten aus Sellerie. Dazu kommen Naturweine, Cocktails und Brot von Ströck Feierabend als fixer Anker.
Der eigentliche Trick liegt im Betriebsmodell. Kleine Karte, klare Handschrift, Time-Slots und Gerichte zum Teilen sorgen für Tempo, Planbarkeit und Gesprächswert. Das Drittl wirkt wie ein Wirtshaus, denkt dabei sehr gegenwärtig: wenig Chichi, viel Produkt, niedrige Schwelle. Ein Beispiel dafür, wie man Wiener Beislkultur hochleben lassen kann, ohne sie museal auszustellen.


