Currywurst: Bald Weltkulturerbe?

Geht es beim UNESCO-Weltkulturerbe bald um die Wurst? Schön wär's, meint Johann Lafer.
September 5, 2019 | Fotos: Shutterstock, Monika Reiter

Warum sollte die Currywurst Weltkulturerbe werden?

Die allseits beliebte, ja geradezu legendäre und vor allem in Deutschland identitätsstiftende Currywurst wird knackige 70 Jahre jung. Diesen runden Geburtstag nimmt kein Geringerer als Johann Lafer, eine der kulinarischen Koryphäen in deutschsprachigen Landen, zum Anlass, um gegenüber dem Radioprogramm SWR Aktuell sein neuestes Anliegen vorzutragen: Dem TV-Star und Spitzenkoch würde es demnach gefallen, wenn die Currywurst zum Weltkulturerbe erklärt würde. „Es ist etwas“, so Johann Lafer wörtlich, „das man mit Deutschland in Verbindung bringt und die Leute wahnsinnig gerne essen. Deswegen finde ich, das wäre gar nicht so unangebracht.“

Johann Lafer Currywurst

TV-Star und Spitzenkoch Johann Lafer wäre der Aufnahme der Currywurst auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes nicht abgeneigt. 

Dass Lafers Gedankenspiel ganz und gar nicht unangebracht ist, beweist ein Blick auf die bereits in die UNESCO-Welkulturerbe-Liste aufgenommenen Speisen: Mit dem koreanischen Nationalgericht Kimchi, dem kroatischen Ingwerbrot oder dem armenischen Lavash-Brot hat die UNESCO bereits in der Vergangenheit bewiesen, was für einen hohen kulturellen Stellenwert auch die konkreten Ergebnisse kulinarischer Traditionen einnehmen können.

Doch nicht nur einzelne Gerichte, sondern auch weitergefasste kulinarische (National-)Kulturen waren der UNESCO schon einen Platz in der prestigeträchtigen Weltkulturerbe-Liste wert. So wurde 2010 beispielsweise die französische Küche als immaterielles Kulturgut anerkannt, genauso wie das neapolitanische Pizzabacken, die mediterrane Küche oder auch die Zeremonie des türkischen Kaffees, die für die UNESCO ein schätzenswertes Symbol der Gastfreundschaft und Unterhaltung darstellt. 

Currywurst Weltkulturerbe

Wird die allseits beliebte Currywurst bald UNESCO-Weltkulturerbe?

Wer hat’s erfunden?

In Deutschland werden rund 800 Millionen Currywürste jährlich verzehrt. Die Currywurst soll in Berlin, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, von der Gastronomin Herta Heuwer „erfunden“ worden sein. In ihrem Imbissstand, der später die Anschrift „1. Currywurst-Braterei der Welt“ trug, soll sie als Erste eine tomatenhaltige Sauce mit Currypulver über eine zerstückelte Bratwurst gegossen haben. Für Johann Lafer sind übrigens auch vegetarische und vegane Currywürste eine legitime Alternative, wie der Spitzenkoch SWR Aktuell zu Protokoll gab: „Ich finde, auch diese Alternativen sind okay.“ Bleibt abzuwarten, ob sich die (vegane?) Currywurst bald zu Kimchi und Co. gesellen wird. 

Wer Johann Lafer live erleben möchte, kann das auf den CHEFDAYS Germany vom 30. September bis 1. Oktober. Hier geht’s zu den Tickets.

Und hier geht’s zum Exklusivinterview mit dem TV-Star und Spitzenkoch.

 

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