KV-Verhandlungen weiterhin auf Eis: WKO mit „Faktencheck“

Nach dem Drama um Aussagen des vida-Vorsitzenden legt die Gewerkschaft nach – und die WKO gibt sich unverändert konsequent. Auf baldige Verhandlungen ist nicht zu hoffen.
Februar 10, 2026 | Text: Redaktion | Fotos: Shutterstock

Wer auf konstruktive Verhandlungen über die Rahmenbedingungen für Angestellte in Gastronomie und Hotellerie hoffte, wird derzeit eher enttäuscht. Es gibt zwar Neuigkeiten im öffentlich ausgetragenen Streit zwischen Gewerkschaft vida und Wirtschaftskammer (WKO), aber auf ein Glätten der Wogen deutet nichts hin. Im Gegenteil: Während die WKO weiterhin auf eine Entschuldigung pocht, verschärft vida-Vize Olivia Janisch die Kritik an Missständen in der Branche.

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In diesem Monat wird es wohl keine Fortschritte bei den Kollektivvertrags-Verhandlungen geben – Foto: Shutterstock

Wer auf konstruktive Verhandlungen über die Rahmenbedingungen für Angestellte in Gastronomie und Hotellerie hoffte, wird derzeit eher enttäuscht. Es gibt zwar Neuigkeiten im öffentlich ausgetragenen Streit zwischen Gewerkschaft vida und Wirtschaftskammer (WKO), aber auf ein Glätten der Wogen deutet nichts hin. Im Gegenteil: Während die WKO weiterhin auf eine Entschuldigung pocht, verschärft vida-Vize Olivia Janisch die Kritik an Missständen in der Branche.

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In diesem Monat wird es wohl keine Fortschritte bei den Kollektivvertrags-Verhandlungen geben – Foto: Shutterstock

Im Rahmen einer Enquete im Bundesministerium für Finanzen verschärfte die Gewerkschaft vida die Kritik an Missständen in der Gastronomie und Hotellerie. Stellvertretende Vorsitzende Olivia Janisch sprach von Steuerbetrug und Lohndrückerei.

„Wer Löhne drückt, Beiträge hinterzieht und Steuern umgeht, handelt illegal. Das schadet uns allen: den Beschäftigten, den vorbildlichen Unternehmen sowie den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern“, so Janisch. Sie fordert flächendeckende Kontrollen, angemessene Strafhöhen und klare Haftungsregeln. Es müsse Gewissheit herrschen, dass Vergehen auch gestraft werden.

Die Fachverbände schlugen mit einem „Faktencheck“ zurück und wiederholt den Vorwurf, die Branche anhand von Einzelfällen zu pauschalisieren. Kritik an der Lohnentwicklung wies die WKO zurück: Laut Statistik Austria seien die Mindestlöhne in den letzten vier Jahren um 27,1 Prozent gestiegen.

Walter Veit, Präsident der Österreichischen Hotelvereinigung, sieht das Platzen der KV-Verhandlungen als „Armutszeugnis“. „Von anderen hohe Standards fordern und selbst nicht einmal ein Mindestmaß an Anstand an den Tag zu legen, das geht sich nicht aus“, sagt er.

„Würden Arbeitgebervertreter wegen einzelner Betrugsfälle mit falschen Krankenstandmeldungen kriminelle Vereinigungen herbeifantasieren, wäre der Skandal unvorstellbar. Zu Recht“, betont Veit.

Wann es endlich in die erste Lohnrunde geht, steht also noch in den Sternen. Wie die Kleine Zeitung berichtet, dürfte es erst im März so weit sein.

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