Endlich: Hundefleisch-Verbot in Südkorea

Hundefleisch zählt in vielen asiatischen Ländern als Delikatesse. Südkorea hat nun Zucht, Schlachtung und Verkauf des Traditionsfleischs verboten.
Januar 10, 2024 | Photos: Shutterstock

Zwar hat der Konsum von Hundefleisch in Südkorea und anderen Teilen Asiens eine lange Tradition, doch der Druck von Tierschützern und der Rückgang der Nachfrage haben dem ein Ende gesetzt. Zucht, Schlachtung und Verkauf von Hunden zum Zweck des menschlichen Verzehrs sind nun per Gesetz verboten.

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Hunde haben in Südkorea wieder etwas zu lachen.

Zwar hat der Konsum von Hundefleisch in Südkorea und anderen Teilen Asiens eine lange Tradition, doch der Druck von Tierschützern und der Rückgang der Nachfrage haben dem ein Ende gesetzt. Zucht, Schlachtung und Verkauf von Hunden zum Zweck des menschlichen Verzehrs sind nun per Gesetz verboten.

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Hunde haben in Südkorea wieder etwas zu lachen.

Das Parlament in Seoul hat ein Gesetz ins Leben gerufen, das unter Strafandrohung die Einstellung der Zucht, des Schlachtens und Vertriebs von Hunden zum Zweck des Essens vorsieht. 

Bis das Gesetz in Kraft tritt, gibt es eine dreijährige Übergangszeit. 

Wird gegen das Gesetz verstoßen, drohen bis zu drei Jahren Haft oder eine Geldstrafe von 30 Millionen Won (20.800 Euro). 

Die Hundefleisch-Industrie hat Widerstand angekündigt. Das Gesetz greife „in die Freiheit der Berufsausübung ein“, sagte der Bauernverbandsvorsitzende Son Won Hak.

Das Ende einer Tradition

Der Konsum von Hundefleisch ist in den letzten Jahren stark gesunken. Besonders die junge und urbane Bevölkerung Südkoreas verzichtet darauf. 

Aktivisten kritisieren schon lange die qualvollen Haltungsbedingungen und Tötungsmethoden (Stromschlag, Erhängen). Züchter und Händler argumentieren aber, dass es Fortschritte hin zu einer weniger leidvollen Schlachtung gäbe. 

Schätzungen zufolge wurden zeitweise bis zu einer Million Hunde pro Jahr für den Handel getötet. Nach Regierungsangaben gibt es etwa 1.100 Hundefarmen, in denen Tiere gezüchtet werden, um sie anschließend landesweit in Restaurants als Delikatesse anzubieten.

Der tierfreundliche Präsident

Der Präsident Südkoreas, Yoon Suk Yeol, ist ein bekannter Tierfreund. Zusammen mit der First Lady Kim Keon Hee hat er bereits einige streunende Hunde und Katzen adoptiert.

Tierschützer freuen ich über das neue Gesetz: „Ich bin überglücklich, dass Südkorea nun dieses traurige Kapitel seiner Geschichte schließt und eine hundefreundliche Zukunft einleitet“, erklärte die koreanische Geschäftsführerin der Organisation Humane Society International, Jungah Chae.

 

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