„foodlab-Accelerator“: Sieben Startups auf der Überholspur
Wer in Hamburgs HafenCity an der Überseeallee 10 vorbeikommt, könnte das foodlab für ein ziemlich gut gelauntes Café halten. Stimmt auch – aber eben nicht nur: Im Kern ist es ein Innovationsraum für Foodies und Food-Startups mit Coworking, Testküchen und einer Popup-Fläche, auf der regelmäßig neue Gastro-Konzepte einziehen.

Und im Moment geht es dort richtig rund: Der foodlab-Accelerator, der in den vergangenen Jahren bereits mehreren Erfolgskonzepten (teils mit Gründerpreis-Nominierung) auf die Überholspur verhalf, startete im Herbst in die nächste Runde. Eine hochkarätige Jury, darunter bekannte Gastronom*innen wie Kemal Üres, Mary-Ann-Kwong oder Patrick Rüther, wählte sieben Start-ups aus, die fünf Monate lang mit Coaches und Mentor*innen an Konzept, Produkt und Marktreife feilen.

Diese sieben Startups sind in diesem Batch dabei:
- Cucoo – frisch gefüllte Gurken-Snacks: Healthy Snack trifft Urban Lifestyle.
- Ghost Kitchen – digitale Gastro-Konzepte und effiziente Küchenprozesse fürs Liefergeschäft.
- Cake Culture – Bestellservice für individuelle Kuchen: Handwerk plus modernes Design.
- Foodasis – Ein „one-for-all-Produkt“: glutenfreie Pizza im Foodtruck-Format.
- Top’d – Pizza & Musik, dazu Food Tech in Form einer Restaurant-Software.
- Clean Machine – proteinreiches Catering ohne Zusatzstoffe, mit viel Know-how in der Umsetzung.
- Sidra Norte – plant Hamburgs erste Sidra-Bar nach nordspanischem Vorbild.
Die nächsten Schritte
Der Accelerator läuft über fünf Monate und unterstützt in den klassischen Gründungsfeldern: von Businessplan, Produktentwicklung und Finanzierung bis hin zu Vertrieb, Branding/Marketing sowie Standort- und Hygienefragen. Zentrale Idee: nicht nur Theorie, sondern auch Testen im echten Betriebskontext.

„Wir glauben fest daran, dass die Zukunft der Food-Branche in den Händen kreativer, mutiger Gründer*innen liegt. Der foodlab-Accelerator gibt ihnen die Ressourcen, das Wissen und das Netzwerk, um aus einer starken Idee ein erfolgreiches Business zu machen“, sagt Christin Siegemund, Gründerin und Geschäftsführerin von foodlab. Katharina Horn (Jury & Coach) ergänzt: „Die diesjährige Kohorte zeigt uns einmal mehr, wie vielfältig die Perspektiven sind – von nachhaltiger Technologie über Community-Building bis hin zu Genuss und Lifestyle.“
Finale mit Bühne und Preisgeld
Zum Abschluss präsentieren die Teams auf der großen Bühne auf der Internorga ihre Fortschritte. Dort wird auch ein Gewinnerteam gekürt – inklusive 6.000 Euro Preisgeld sowie eines Gewinnpakets (u. a. Medienveröffentlichungen, Waren- und Equipmentpakete, Lerninhalte und ein Popup im foodlab).
„Mit dem foodlab-Accelerator haben mutige Ideen die Möglichkeit, in sicheren Strukturen zu wachsen – daher sind wir sehr glücklich, dieses Mal dabei zu sein“, sagt Philine Apholz von Sidra Norte. COO und Programmleiter Mauri Beyer betont zudem das Standortthema: Hamburg solle als Innovations-Hub weiter gestärkt und Gründer*innen sichtbarer gemacht werden.