Frankreich geht in den nächsten Lockdown

Angesichts der dramatisch steigenden Infektionszahlen zog Frankreichs Präsident Emmanuel Macron jetzt die Notbremse. Vom Osterwochenende an werden Bildungseinrichtungen für drei Wochen schließen.
April 1, 2021 | Fotos: Shutterstock

In Frankreich pfeift die Gastronomie aus dem letzten Loch. Als der Lockdown zu Beginn des Jahres erneut verlängert wurde, versuchten schon hunderte Wirte, sich aus Protest der Sperre zu widersetzen – ein klares Anzeichen dafür, dass es für sie ums nackte Überleben geht. Mit Aprilbeginn sieht die Lage immer noch nicht besser aus.

Emmanuel Macron
„Die Epidemie beschleunigt sich“, warnte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache

In Frankreich pfeift die Gastronomie aus dem letzten Loch. Als der Lockdown zu Beginn des Jahres erneut verlängert wurde, versuchten schon hunderte Wirte, sich aus Protest der Sperre zu widersetzen – ein klares Anzeichen dafür, dass es für sie ums nackte Überleben geht. Mit Aprilbeginn sieht die Lage immer noch nicht besser aus.

Emmanuel Macron
„Die Epidemie beschleunigt sich“, warnte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache

Inzidenz bei 375 in Frankreich

Die Hoffnung, dass der Lockdown ein baldiges Ende findet, hat jetzt einen weiteren Rückschlag erlitten: Im Wochenschnitt stecken sich über 35.000 Menschen mit dem tödlichen Coronavirus an. Das Entspricht gut 375 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Auch im ans Saarland, das Beschränkungs-Lockerungen plant, angrenzenden Département Moselle liegt die Inzidenz schon über 300.

Die Reaktion auf die steigenden Zahlen ist die erneute Schließung von Schulen, Kindergärten und Krippen. In einer Fernsehansprache am Mittwochabend sagte Präsident Emmanuel Macron, dass die bisherigen Beschränkungen nicht ausreichen würden. Und, im hierzulande schon zum Mantra gewordenen Wortlaut: „Der Monat April wird entscheidend sein.“

Macron plädiert an Solidarität

Bisher galt der Lockdown, also die Schließung aller nicht lebenswichtigen Geschäfte, nur in den 19 am stärksten betroffenen Départements. Nun wird der Lockdown auf das ganze Land ausgeweitet. Auch schließen Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen. Außerdem gilt künftig ein striktes, Landesweites Reiseverbot. Die abendlichen Ausgangsbeschränkungen bleiben bestehen, nur wurde die Uhrzeit an die Sommerzeit angepasst; von 18 auf 19 Uhr. „Wir hätten es besser machen können, wir haben Fehler begangen“, gestand der Staatschef in seiner Ansprache ein. Nun plädiert er an die Solidarität und das Durchhaltevermögen der Franzosen. Schrittweise Öffnungen verspricht er für die Zeit zwischen Mitte Mai und dem Sommer.

Europa geht zurück in Lockdown

Mit dem Eintreffen der dritten Welle sind in ganz Europa Verschärfungen der Corona-Maßnahmen zu beobachten. Auch Italien verlängerte den Teil-Lockdown bis Mai. Alle Regionen schalteten ihre Corona-Ampel auf Orange oder Rot, gelbe Regionen mit lockereren Bestimmungen sind somit nicht mehr übrig. Über die Osterfeiertage ist das ganze Land eine rote Zone. Damit haben auch alle Bars, Restaurants und die meisten Geschäfte zu.

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