Italien greift hart durch: Bis zu 3.000 Euro Strafe für Strandplatz-Besetzer

Italiens Behörden gehen streng gegen Urlauber vor, die Plätze an freien Stränden mit Schirmen reservieren.
August 25, 2022 | Photos: Shutterstock

Die hohen Preise der „Stabilimenti“, der in der Adria typischen Badestrände, auf denen man Sonnenschirme und Liegen mieten kann, sind Grund für immer mehr Touristen, freie Strände aufzusuchen. Fehlverhalten kann dort jedoch teuer werden.

Die hohen Preise der „Stabilimenti“, der in der Adria typischen Badestrände, auf denen man Sonnenschirme und Liegen mieten kann, sind Grund für immer mehr Touristen, freie Strände aufzusuchen. Fehlverhalten kann dort jedoch teuer werden.

Die Polizei in Italien geht in dieser Saison verstärkt gegen Badegäste vor, die Strandplätze über Nacht reservieren. Viele Urlauber hinterlassen Sonnenschirme, Liegen, Badetücher oder Luftmatratzen oft mehrere Tage lang auf Stränden, um sich ihren Platz freizuhalten. Oft sperren sie die Gegenstände mit Fahrrad- oder Vorhängeschlössern ab. Auch wenn sie sich wohl nichts Böses dabei denken, verstößt dieses Handeln in Italien gegen das Gesetz.

In mehreren Badeorten an der toskanischen Küste – von Versilia bis Elba – hat die Polizei jetzt mehrere Razzien durchgeführt und unbeaufsichtigte Strandutensilien beschlagnahmt. Zur Überraschung der Touristen, wie die Zeitung Corriere della Sera berichtete. Betroffene Urlauber beschwerten sich, die Beschlagnahmungen seien ohne Vorwarnung gekommen und sie hätten nichts von der Regel gewusst. Dass man Strandplätze nicht reservieren dürfe, sei nicht sichtbar ausgeschildert.

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Urlauber lassen oft tagelang ihre Schirme und Badeutensilien abgesperrt am Strand zurück – zum Ärger der Italiener

Tatsächlich besteht die Gesetzgebung schon seit mehreren Jahren und ist in ganz Italien gültig. Wer wissentlich oder unwissentlich dagegen verstößt, riskiert hohe Strafen von bis zu 3.000 Euro. Am Montag verteilte die Polizei vor allem in der Toskana laut Medienberichten merere Strafen von jeweils bis zu 1.000 Euro. Zumindest, wenn die Besitzer von zurückgelassenen Sonnenschirmen ausfindig gemacht werden konnten.

Die Küstenwache berichtete dem Corriere stolz, dass von Juni bis August diesen Jahres 131.000 Quadratmeter freier Strände „der Öffentlichkeit zurückgegeben“ worden seien. In diesem Zeitraum seien 696 Straftaten festgestellt und 366.000 Euro an Bußgeldern verhängt worden.

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