Was steckt hinter dem „Carbonara-Pakt“?

Anlässlich des Heiligen Jahres wurde in Rom ein Preisdeckel für traditionelle italienische Speisen in Restaurants vorgeschlagen.
November 26, 2024 | Photos: Shutterstock

In Kürze startet in Rom das „Heilige Jahr“ – ein katholisches Fest, das nur einmal in 25 Jahren stattfindet. Das auf Italienisch „Giubileo“ genannte Großereignis lockt Pilger aus aller Welt an, 2025 werden mehr als 30 Millionen Besucher in der italienischen Hauptstadt erwartet.

Kein Wunder, dass ein so heftiger Besucheranstrom auch Preissteigerungen mit sich bringt. Die Zeitung Il Messaggero meldete bereits einen Anstieg der Hotel- und Restaurantpreise um durchschnittlich 4,6 Prozent. Um Touristen, aber auch Einheimische, vor maßlos überhöhten Preisen zu schützen, haben Konsumentenschutzverbände einen interessanten Vorschlag vorgebracht.

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In Deutschland wird die Dönerpreisbremse gefordert, in Italien der Carbonara-Pakt – Foto: Shutterstock

In Kürze startet in Rom das „Heilige Jahr“ – ein katholisches Fest, das nur einmal in 25 Jahren stattfindet. Das auf Italienisch „Giubileo“ genannte Großereignis lockt Pilger aus aller Welt an, 2025 werden mehr als 30 Millionen Besucher in der italienischen Hauptstadt erwartet.

Kein Wunder, dass ein so heftiger Besucheranstrom auch Preissteigerungen mit sich bringt. Die Zeitung Il Messaggero meldete bereits einen Anstieg der Hotel- und Restaurantpreise um durchschnittlich 4,6 Prozent. Um Touristen, aber auch Einheimische, vor maßlos überhöhten Preisen zu schützen, haben Konsumentenschutzverbände einen interessanten Vorschlag vorgebracht.

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In Deutschland wird die Dönerpreisbremse gefordert, in Italien der Carbonara-Pakt – Foto: Shutterstock

Ziel der Initiative „Patto della Carbonara“ (Carbonara-Pakt) ist es, Preisspekulationen in der Gastronomie zu verhindern. Kern des Vorschlags ist die Festlegung eines Höchstpreises von zwölf Euro für traditionelle römische Gerichte wie Spaghetti Carbonara, Pasta all’Amatriciana oder Cacio e Pepe. Diese Preisgrenze soll während des Jubiläumsjahres gelten. Lokale, die sich der Initiative anschließen, sollen durch einen speziellen Aufkleber oder ein Logo gekennzeichnet werden.

Der Verband „Consumerismo No Profit“ betont, dass eine erhöhte Nachfrage während des Heiligen Jahres die Gefahr bringt, dass Einzelhandelspreise in die Höhe getrieben werden, was dem Ansehen der Stadt schaden könnte.

Bisher reagierten Verbaucher und Händler laut italienischen Medienberichten positiv auf die Idee. Allerdings wurde vom Präsident des Fipe Confcommercio Roma (Gastronomie-Berufsverband), Servo Paolantoni, auch darauf hingewiesen, dass nicht alle Preiserhöhungen eine Folge des Touristenstroms sind, sondern auch auf steigenden Rohstoffkosten beruhen.

Das Heilige Jahr beginnt am 24. Dezember 2024 und bietet Pilgern die Möglichkeit, unter bestimmten Bedingungen einen vollständigen Ablass ihrer Sünden zu erhalten. Ursprünglich alle 100 Jahre geplant, wird dieses Jubiläum seit 1475 alle 25 Jahre gefeiert und zieht Millionen von Gläubigen aus aller Welt nach Rom.

 

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