Das letzte Dinner im Aqua: So emotional verabschiedete sich Sven Elverfeld
Mit dem Aqua verliert die deutsche Spitzengastronomie eine ihrer stillen, aber prägenden Konstanten. Sven Elverfeld stand seit der Eröffnung im Jahr 2000 am Herd und seit 2009 hielt das Haus ununterbrochen drei Sterne. Über all die Jahre war das Aqua nicht nur ein Spitzenrestaurant, sondern auch eine Schule der Haltung: präzise, unaufgeregt, klar.
Am Samstag, dem 21. März 2026, fand der Abschiedsabend für geladene Gäste statt. Der letzte reguläre Service am Freitag war nicht minder emotional: Wie sich ein solcher Abschied anfühlt, haben zahlreiche Freunde und Stammgäste erlebt, darunter Martin Behle (Chief HoReCa Officer der Metro AG und Geschäftsführer von Chefs in Town), der uns davon berichtet hat.

Mit dem Aqua verliert die deutsche Spitzengastronomie eine ihrer stillen, aber prägenden Konstanten. Sven Elverfeld stand seit der Eröffnung im Jahr 2000 am Herd und seit 2009 hielt das Haus ununterbrochen drei Sterne. Über all die Jahre war das Aqua nicht nur ein Spitzenrestaurant, sondern auch eine Schule der Haltung: präzise, unaufgeregt, klar.
Am Samstag, dem 21. März 2026, fand der Abschiedsabend für geladene Gäste statt. Der letzte reguläre Service am Freitag war nicht minder emotional: Wie sich ein solcher Abschied anfühlt, haben zahlreiche Freunde und Stammgäste erlebt, darunter Martin Behle (Chief HoReCa Officer der Metro AG und Geschäftsführer von Chefs in Town), der uns davon berichtet hat.

Was er beschreibt, ist kein großer Bühnenabgang. Kein Pathos, keine Inszenierung, kein künstlich aufgeladener Finalabend. Er findet dafür einen bemerkenswert passenden Begriff: Ein „Dinner der Liebe“ sei es gewesen. Einer dieser Abende, an denen sich nicht nur die Qualität der Küche zeigt, sondern auch, was ein Koch über Jahrzehnte bei Menschen ausgelöst hat. Die Wertschätzung des Teams für Elverfeld, genauso wie jene der Gäste, habe ihn tief beeindruckt. „Es war ein würdiger Abschied“, sagt Behle.
Kulinarischer Rückblick im Restaurant Aqua
Denn würdig heißt in diesem Fall gerade nicht pompös. Elverfeld, so schildert es Behle, habe den Abend nicht an sich gezogen. Große Reden gab es nicht, außer vor dem versammelten Team. Selbst in diesem Moment blieb das Aqua offenbar das, was es immer war: ein Ort der Konzentration, der Disziplin, der stillen Exzellenz.
Auch kulinarisch wirkte das Dinner wie ein verdichteter Rückblick auf Elverfelds Handschrift. In den letzten Wochen stand ein Acht-Gänge-Menü im Mittelpunkt, das den Lieblingsprodukten des Sternekochs gewidmet war. Besonders hängen blieb das legendäre Soja-Ei – „Eigelb in Sojasud pochiert“ –, ein Gericht, das beispielhaft für die Aqua-Küche steht: präzise gearbeitet und von einer einfachen Selbstverständlichkeit, die nur die besten Köche erreichen.
Und dann kam der Moment, in dem sich die Strenge des Services langsam löste. Die Küche wurde zum Gastraum, es wurde fotografiert, geredet, angestoßen. Der offizielle Schlussakkord folgte einen Tag später. Aber wer an diesem vorletzten Abend dabei war, weiß, dass womöglich schon am Freitag das eigentliche Finale stattfand. Dort, wo Stammgäste, Wegbegleiter und Freunde noch einmal zusammenkamen.

