Elisabeth Köstinger: Abschied von einer Lobbyistin für den Tourismus

Schon am Tag nach dem Rücktritt von Elisabeth Köstinger scheint ein Nachfolger für das Landwirtschafts-Ressort festzustehen. Wie geht es weiter mit dem Tourismus?
Mai 10, 2022 | Photos: ÖHV/Lechner, Jakob Glaser

Als Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus hat sich die Kurz-Vertraute Elisabeth Köstinger gewiss nicht nur Freunde gemacht. Viele gibt es aber, die ihren Rücktritt bedauern. Darunter die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV), die sich am Montag für das „enorme Engagement“ der ersten Tourismusministerin bedankt: „Sie war immer eine zuverlässige Ansprechpartnerin und offen für Input aus der Praxis. Das war besonders in den vergangenen 2 ½ Jahren so wichtig“, so ÖHV-Präsident Walter Veit.

Als Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus hat sich die Kurz-Vertraute Elisabeth Köstinger gewiss nicht nur Freunde gemacht. Viele gibt es aber, die ihren Rücktritt bedauern. Darunter die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV), die sich am Montag für das „enorme Engagement“ der ersten Tourismusministerin bedankt: „Sie war immer eine zuverlässige Ansprechpartnerin und offen für Input aus der Praxis. Das war besonders in den vergangenen 2 ½ Jahren so wichtig“, so ÖHV-Präsident Walter Veit.

Lobbyistin für die Branche

Sie habe mit ihrem Team „enormes geleistet und entscheidend dazu beigetragen, dass es nach vielen Monaten ohne Nachfrage noch einen Tourismus gibt und wir optimistisch nach vorne blicken können.“ Beobachter nannten Köstinger eine Lobbyistin für den österreichischen Tourismus, mehr als nur eine Ministerin. Umsatzersatz und Mehrwertsteuer-Halbierung griffen vielen Betrieben entscheidend unter die Arme.

Die Zusammenführung der Bereiche Landwirtschaft und Tourismus in einem Ministerium ergab Sinn, findet Veit: „Erstmals wurde zusammengefügt, was zusammengehört, wurde ein gewachsenes Ganzes auch in der politischen Realität abgebildet.“ Nach Köstinger könnte das Ressort aber wieder auseinanderfallen.

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Als eine ihrer letzten Amtshandlungen überreichte Elisabeth Köstinger das Goldene Ehrenzeichen an die ehemalige ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer

Aus für Tourismusministerium

Norbert-Totschnig_Jakob-Glaser-scaled-e1652171945847Norbert Totschnig wurde 2017 Durektor des Bauernbundes

Die Regierung Nehammer hatte es eilig, vor dem ÖVP-Bundesparteitag am Samstag die offenen Posten (auch Wirtschaftsministerin Schramböck kündigte ihre Demission an) wieder zu füllen. Sogleich am Dienstagvormittag brachten Medien einen Namen in Erfahrung: Köstingers Nachfolger wird ÖVP-Politiker Norbert Totschnig, der seit 2017 Direktor des Österreichischen Bauernbunds ist.

Er wird allerdings nur die Landwirtschaftsagenden übernehmen. Dem Tourismus wird sich Susanne Kraus-Winkler als „Tourismusstaatssekretärin“ an der Seite von Arbeitsminister Martin Kocher annehmen, der auch die Wirtschaftsagenden übernehmen wird. Kraus-Winkler ist derzeit Obfrau des Fachverbands Hotellerie in der Wirtschaftskammer.

Kritik an den ÖVP-Rochaden kommt von den Oppositionsparteien. SPÖ und FPÖ pochen auf Neuwahlen.

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