Swing Kitchen in Schieflage: Aus für die vegane Burger-Kette?

Die "Holding" der veganen Burger-Kette Swing Kitchen ist zahlungsunfähig. In Deutschland wurden erste Standorte bereits geschlossen. Österreich plant eine Sanierung – und einen Neuanfang mit klarer Strategie.
August 4, 2025 | Photos: Swing Kitchen

Die „Schillinger Vegan Holding“, die hinter der veganen Systemgastronomie-Marke Swing Kitchen steht, ist zahlungsunfähig. Die am 1. August 2025 eröffnete Insolvenz betrifft rund 40 Gläubiger – und das gesamte Filialnetz, das über Tochtergesellschaften gesteuert wird.

Swing-Kitchen
Steht die vegane Burger-Kette Swing Kitchen vor dem Aus? | Foto: Swing Kitchen

Die „Schillinger Vegan Holding“, die hinter der veganen Systemgastronomie-Marke Swing Kitchen steht, ist zahlungsunfähig. Die am 1. August 2025 eröffnete Insolvenz betrifft rund 40 Gläubiger – und das gesamte Filialnetz, das über Tochtergesellschaften gesteuert wird.

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Steht die vegane Burger-Kette Swing Kitchen vor dem Aus? | Foto: Swing Kitchen

Sanierung in Österreich, Rückzug aus Deutschland

Die finanzielle Lage ist angespannt: Die Verbindlichkeiten der „Holding“ belaufen sich auf etwa 4,3 Millionen Euro, davon entfallen allein auf die Filiale Wien-Mitte rund 1,9 Millionen Euro Schulden. Ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung soll nun die Zukunft des Unternehmens sichern. Während die österreichischen Filialen vorerst wie gewohnt geöffnet bleiben, wird für sie ebenfalls eine Sanierung angestrebt.

In Deutschland hatte Swing Kitchen versucht, Fuß zu fassen. Doch dort ist bereits seit Wochen Schluss: Insgesamt seien drei deutsche Lokale bereits geschlossen worden.

Die Swing Kitchen-Homepage listete am 2. August noch fünf Standorte in Österreich und der Schweiz.

„Timing war schwierig“

Albrecht Eltz, Geschäftsführer der Swing Kitchen-Gruppe, sieht mehrere Ursachen für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten. In einer Zeit mit steigenden Rohstoffpreisen und anderen ökonomischen Entwicklungen habe ein starker Fokus auf Expansion gelegen. „Das war einfach vom Timing schwierig“, sagt Eltz gegenüber dem Kurier.

Eine Stabilisierung am deutschen Markt sei eine „sehr große Herausforderung“ gewesen, so Eltz. Dennoch gibt er sich in einer Medienmitteilung optimistisch:
„Wir gehen voran, um die Zukunft der Gastronomie weiterhin mitzugestalten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen ebenso eine langfristige Perspektive wie unsere Gäste. Wir denken voraus und handeln aktiv.“

Neuausrichtung mit reduziertem Aufwand

Im Zuge der Restrukturierung setzt das Unternehmen auf schlankere Unternehmensstrukturen, Produktinnovationen und eine optimierte Kundenerfahrung. Bereits im Mai dieses Jahres wurde in allen Filialen ein überarbeitetes Menü eingeführt. Die Standorte in Wien und Graz sollen zunächst geöffnet bleiben. Ob sie langfristig Bestand haben, hängt vom Erfolg des eingeleiteten Sanierungsverfahrens ab.

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