Über 60 Millionen Franken gegen Overtourism – doch die Hotspots bleiben voll

Schweiz Tourismus will Gäste besser verteilen. Eine aktuelle Auswertung zeigt nun: Die großen Destinationen wachsen weiter – und der Druck auf die Hotspots bleibt.
Juli 8, 2026 | Text: Redaktion | Fotos: Shutterstock

In der Schweiz kämpfen viele Orte mit zu viel Aufmerksamkeit zur falschen Zeit. Postkartenorte, Bergpanoramen, Altstädte und Selfie-Spots ziehen weiter Massen an. Schweiz Tourismus will Besucherströme deshalb gezielter lenken – in weniger bekannte Regionen, in andere Saisonen und weg von überlasteten Hotspots. Neue Zahlen stellen nun infrage, wie gut das bisher funktioniert.

Schweiz-Tourismus-Bern

In der Schweiz kämpfen viele Orte mit zu viel Aufmerksamkeit zur falschen Zeit. Postkartenorte, Bergpanoramen, Altstädte und Selfie-Spots ziehen weiter Massen an. Schweiz Tourismus will Besucherströme deshalb gezielter lenken – in weniger bekannte Regionen, in andere Saisonen und weg von überlasteten Hotspots. Neue Zahlen stellen nun infrage, wie gut das bisher funktioniert.

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Millionen für die Besucherlenkung

Im Jahr 2025 flossen mehr als 60 Millionen Franken an Schweiz Tourismus. Ein zentrales Ziel der Organisation ist es, Gäste zur richtigen Zeit an die richtigen Orte zu bringen. Genau daran gibt es nun Kritik: Die 50 größten Destinationen sollen ihre Übernachtungen weiter deutlich gesteigert haben – um rund 1,7 Millionen Nächte. Kleinere Orte profitierten demnach nur in deutlich geringerem Ausmaß.

Auch aktuell zeigt sich: Die großen Reiseströme konzentrieren sich weiter auf bekannte Namen – von Städten wie Zürich, Bern, Basel oder Luzern bis zu alpinen Hotspots wie Interlaken, Zermatt, Lauterbrunnen oder Grindelwald. Marketing kann zwar neue Bilder erzeugen, unbekanntere Regionen sichtbarer machen und Alternativen erzählen. Es kann Gäste aber nur begrenzt davon abhalten, jene Orte zu besuchen, die seit Jahren auf jeder Bucket List stehen.

Schweiz-Tourismus-Hotspots

Wenn Tourismus zur Belastungsprobe wird

Für die Schweizer Tourismusbranche ist die Debatte brisant. In bekannten Destinationen wächst der Druck auf Infrastruktur, Mobilität und Bevölkerung. In Orten wie Luzern, Interlaken oder beliebten Bergdörfern geht es nicht nur um volle Hotels. Es geht um Busse, Tagesgäste, überfüllte Züge, Wohnraum, Arbeitskräfte und die Frage, wie viel Tourismus ein Ort aushält.

Schweiz Tourismus setzt bereits auf Kampagnen, die Gäste für lokales Verhalten sensibilisieren sollen. Die größere Aufgabe bleibt die Lenkung selbst: Wenn Millionen in Besuchersteuerung fließen, wird der Erfolg künftig stärker daran gemessen werden, ob auch Orte abseits der großen Namen spürbar profitieren.

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