24 hours mit Andreas Wieckenberg

Aus zehn mach eins. Ungefähr so viele Jobs muss der F & B-Assistant Manager unter einen Hut bringen!
November 13, 2015

Andreas Wieckenberg Jobbeschreibung: sportliche Ausdauerleistungen hinlegen, täglich mehrere hundert Zimmer kontrollieren, bei Bedarf die Ärmel hochkrempeln und die Tische eines ganzen Saals innerhalb einer halben Stunde umstellen, jede Menge Gespräche führen, Budgets erstellen, neue Mitarbeiter suchen, Trainings organisieren, für Sicherheit sorgen, Hochzeiten und Bälle organisieren – und immer lääächeln. Was das für einen Job ergibt? Eine interassante Mischung aus Marathonläufer, Möbelpacker, Psychologen, Headhunter, Lehrer, Buchhalter, Eventmann – man könnte einfachheitshalber auch F & B-Manager sagen.

Kein fixer Zeitplan

Eine Herausforderung sind schon allein die Wege, die in einem Riesenhotel wie im Arabella Sheraton Grand Hotel München zu bewältigen sind. „Ich habe drei Wochen gebraucht, bis ich die kürzesten Wege im Haus herausgefunden habe.“ Alles muss Andreas Wieckenberg im Auge behalten – vom Paulaner’s Restaurant im Erdgeschoss bis zur Tower’s Lounge im 21. Stock. Und zwischen den beiden Endpunkten ist noch eine ganze Menge anderer Stationen abzulaufen. Wir hecheln ihm hinterher und er erläutert, während er die Stufen hinaufspringt: „Die Kunst ist, überall präsent zu sein, sonst läuft manches aus dem Ruder.“ Festen Zeitplan gibt es nicht…

Andreas Wieckenberg mit willkommenden Armen auf dem Roten teppich vor dem hotel Jobbeschreibung: sportliche Ausdauerleistungen hinlegen, täglich mehrere hundert Zimmer kontrollieren, bei Bedarf die Ärmel hochkrempeln und die Tische eines ganzen Saals innerhalb einer halben Stunde umstellen, jede Menge Gespräche führen, Budgets erstellen, neue Mitarbeiter suchen, Trainings organisieren, für Sicherheit sorgen, Hochzeiten und Bälle organisieren – und immer lääächeln. Was das für einen Job ergibt? Eine interassante Mischung aus Marathonläufer, Möbelpacker, Psychologen, Headhunter, Lehrer, Buchhalter, Eventmann – man könnte einfachheitshalber auch F & B-Manager sagen.

Kein fixer Zeitplan

Eine Herausforderung sind schon allein die Wege, die in einem Riesenhotel wie im Arabella Sheraton Grand Hotel München zu bewältigen sind. „Ich habe drei Wochen gebraucht, bis ich die kürzesten Wege im Haus herausgefunden habe.“ Alles muss Andreas Wieckenberg im Auge behalten – vom Paulaner’s Restaurant im Erdgeschoss bis zur Tower’s Lounge im 21. Stock. Und zwischen den beiden Endpunkten ist noch eine ganze Menge anderer Stationen abzulaufen. Wir hecheln ihm hinterher und er erläutert, während er die Stufen hinaufspringt: „Die Kunst ist, überall präsent zu sein, sonst läuft manches aus dem Ruder.“ Festen Zeitplan gibt es nicht. Also nicht Meeting mit Direktor um 8, Gespräch mit dem Küchenchef um 9 und Update mit dem Servicepersonal um 10. Nein, so regelmäßig läuft das nicht. Das funktioniert eher so: Verona Pooth kommt überraschend, schnell alles vorbereiten – Suite, abgeschirmter Bereich, Sonderwünsche. Morgen sind die Fußballer von Barcelona dran, schnell die Küche ausrichten, Sicherheitsvorkehrungen checken. Und noch ganz flott die Tische im Saal umstellen, die Herrschaften brauchen eine Tanzfläche. Ihnen fällt sicher auf: Verdächtig oft fällt das Wort schnell. Klingt alles ziemlich hektisch, am entspannten Gesicht von Andreas Wieckenberg merkt man das nicht, er punktet mit seiner ausgesprochenen Ruhe.

Andreas Wieckenberg mit dem Kuechenchef in der Kueche redend Keine Bürohengste

Nicht immer sind Barcelona, Cora Schumacher, Roger Federer, Liz Hurley und die Klitschko-Brüder im Haus. Dann läuft es auch ruhiger ab. Zeit für Andreas Wieckenberg, gelernter Restaurantfachmann und studierter Betriebswirt, um die verschiedenen Restaurants (Paulaner’s Wirtshaus, das Fine-Dining-Restaurant Die Ente vom Lehel, alle möglichen Bars, Bankett etc.) zu überprüfen. Sind ausreichend Ware und Servicepersonal da, geht alles rund? Im Notfall müssen von anderen Stationen Kollegen abgezogen werden oder -Andreas Wieckenberg wirft sich selbst als Kellner in die Schlacht. „Wir sind keine typischen Bürohengste und greifen an, wenn nötig.“ Standards sind auch ein wichtiges Thema. „Ich muss zum Beispiel darauf achten, dass die Raum–Set-Ups in allen 629 Zimmern gleich sind, dass die Tische richtig eingedeckt sind, die Seminarräume.“ Mit dem Küchendirektor ist Andreas Wieckenberg im permanenten Gespräch, damit das Essen warm und appetitlich überall im Haus ankommt.

Außerdem ist zu überprüfen, ob Teller, Gläser und Besteck sauber sind. Die einfache Rechnung: Je besser die Spülqualität, desto weniger Arbeit vor einer Veranstaltung. Zur „Operation“ (englischer Fachbegriff) kommt noch die Kommunikation zwischen den Abteilungen, Bewerbungsgespräche und Verteilung neuer Mitarbeiter. Viel Wert legt Andreas Wieckenberg auch auf Trainings für Mitarbeiter, Schulungen für Azubis genauso wie für fest Angestellte zur Auffrischung im Bereich Getränke-, Wein- und Speisenkunde. Daneben müssen Wein- und Zigarrenabende organisiert werden, um neues Publikum in das Hotel zu locken.

Rechenkünstler

Ein F & B-Manager sollte auch mit Zahlen jonglieren können. Statistiken müssen ausgewertet werden, Wareneinsätze kalkuliert, Budgets für den nächsten Monat erstellt werden. Besonders spannend sind die Dutydienste am Wochenende. Man ersetzt dann quasi den General Manager. Im Winter wird übrigens ein Rebranding durchgeführt. Das Hotel wird dann zum Westin Grand München, Arabellapark, mit allen Konsequenzen. Nur, falls zu wenig Arbeit aufkommen sollte.

Andreas Wieckenberg positioniert den beamer im konferenzraum
>> zur person

Geboren am: 22. 3. 1978 in Lahr im Schwarzwald

Ausbildung: Ausbildung zum Restaurantfachmann im Brenner’s Park-Hotel & SPA, Baden-Baden

Stationen: 2002 Brenner’s Park-Hotel & SPA, Baden-Baden, kaufmännischer Assistent des Küchenchefs, 2002 – 2005 Berufsakademie Ravensburg, University of Cooperative Education, Abschlüsse:Diplom-Betriebswirt (BA), Bachelor of Arts, Open University London,
2005 Brenner’s Park-Hotel & SPA

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