Chef of the Month: Isabella Potì
Stöckelschuhe hin oder her: Isabella Potì hat es eher mit dem Absatz – und zwar mit dem des italienischen Stiefels. Dort, am untersten Ende, liegt das Salento: jene Region, die sie als eine der spannendsten Köchinnen ihrer Generation auf ungeahnte Weise auf die Teller bringt.

Stöckelschuhe hin oder her: Isabella Potì hat es eher mit dem Absatz – und zwar mit dem des italienischen Stiefels. Dort, am untersten Ende, liegt das Salento: jene Region, die sie als eine der spannendsten Köchinnen ihrer Generation auf ungeahnte Weise auf die Teller bringt.

Ihre Küche vertraut auf das Meer, aber auch auf terroirbetonte Traditionen des Landesinneren. Potìs kulinarische Interpretation ihrer Heimat brachte ihr bereits eine Vielzahl an Preisen ein.
„Wenn ich höre, dass Frauen sich wieder einen Platz in der Küche erkämpfen, sage ich: Wir Apulierinnen wissen seit Jahrhunderten, wie man eine Küche führt.“
Als Tochter einer polnischen Mutter und eines italienischen Vaters wurden Potì zwei entscheidende Dinge in die Wiege gelegt: die Verwurzelung in der Region – und die Neugier auf das, was jenseits der vertrauten Welt liegt. Die Symbiose dieser kontrastreichen Prägung bringt Potì heute auf ziemlich bahnbrechende Art auf die Teller.
Vor allem, weil das süditalienische Apulien in spitzengastronomischer Hinsicht unterschätzt wird – und ihre Kreationen im Restaurant „Bros’“ daher schnell für Furore sorgten. Dass sie aber genau weiß, was sie tut, zeigt ein Blick auf ihre Lehrjahre: Nach der Hotelfachschule in Lecce zog es Potì hinaus in die Welt.
In London lernte sie beim Großmeister Claude Bosi, in Spanien bei Paco Torreblanca und Martín Berasategui, in Dänemark im Geranium und schließlich bei Mauro Colagreco im Mirazur. Als sie 2015 nach Italien zurückkehrte, begann sie im „Bros’“ und lernte dort ihren späteren Ehemann Floriano Pellegrino kennen.

Heute führt das Paar ein regelrechtes „Bros’“-Universum, das aus drei Restaurants, einem Pastry-Shop und sogar einem Rugby-Club besteht.




