Wie sich Tarek Nix an die Spitze mixt

Mit dem Team seiner Provocateur Bar hat der 29-jährige Tarek Nix bei den Mixology Bar Awards 2019 abgeräumt. Das ambitionierte Cocktail-Genie aus Berlin ist der große Nachwuchsstar in der Szene, mischt orientalische Gewürze in seine Drinks und entführt seine Gäste in die Goldenen 1920er-Jahre.
November 27, 2019 | Text: Sarah Helmanseder | Fotos: Patrick Kirchberger

Rising Star

Drei Sätze von Tarek Nix reichen und man weiß: Da ist jemand mit Herz und Seele am Werk. Der En-
thusiasmus ist nicht zu überhören, wenn Tarek Nix über orientalische Gewürze in Cocktails spricht und die lange Liste der Wettbewerbe herunterrattert, bei denen er es auf eine Topplatzierung geschafft hat. Dabei geht es ihm aber nicht um die Lorbeeren, sondern um den Spaß und die Erfahrung, darum, einfach gute Drinks zu machen.

„Die Kunst ist, einen Drink zu 100 Prozent auszubalancieren“, sagt Nix. Darin übte er sich schon als Teenager in der Spirituosenecke des Cafés, in dem seine Mutter arbeitete. Während der Ausbildung zum Restaurantfachmann im damaligen Ramada Hotel konnte er die Bar erst mal nur aus der Ferne bewundern.

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Tarek Nix ist der große Nachwuchsstar in der Mixologenszene und hat mit seinem Team den Mixology Bar Award geworden.

Als er endlich an die Flaschen durfte, waren dem Experimentieren keine Grenzen gesetzt: „Heute greife ich mir an den Kopf, wenn ich daran denke, was ich damals zusammengemischt habe“, übt sich Nix lachend im Understatement und ergänzt: „Da habe ich Blut geleckt.“

Rising Star

Drei Sätze von Tarek Nix reichen und man weiß: Da ist jemand mit Herz und Seele am Werk. Der En-
thusiasmus ist nicht zu überhören, wenn Tarek Nix über orientalische Gewürze in Cocktails spricht und die lange Liste der Wettbewerbe herunterrattert, bei denen er es auf eine Topplatzierung geschafft hat. Dabei geht es ihm aber nicht um die Lorbeeren, sondern um den Spaß und die Erfahrung, darum, einfach gute Drinks zu machen.

„Die Kunst ist, einen Drink zu 100 Prozent auszubalancieren“, sagt Nix. Darin übte er sich schon als Teenager in der Spirituosenecke des Cafés, in dem seine Mutter arbeitete. Während der Ausbildung zum Restaurantfachmann im damaligen Ramada Hotel konnte er die Bar erst mal nur aus der Ferne bewundern.

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Tarek Nix ist der große Nachwuchsstar in der Mixologenszene und hat mit seinem Team den Mixology Bar Award geworden.

Als er endlich an die Flaschen durfte, waren dem Experimentieren keine Grenzen gesetzt: „Heute greife ich mir an den Kopf, wenn ich daran denke, was ich damals zusammengemischt habe“, übt sich Nix lachend im Understatement und ergänzt: „Da habe ich Blut geleckt.“ Von da an war er hinter der Bar gar nicht mehr hervorzubringen.

Wie Tarek Nix richtig durchstartete

Er wurde Kellner im Adina Hotel und machte seinen Job so herausragend, dass er nach nur vier Monaten zum Restaurantleiter befördert wurde. Aber Führungsposition hin oder her – die zusätzlichen administrativen Aufgaben waren nicht das Richtige für den Kreativkopf, der sich am liebsten auf das Wesentliche konzentriert: seine Drinks.

Die sind ziemlich außergewöhnlich. Nix kombiniert gerne Gin und Rum mit Tee und orientalischen Gewürzen wie Ras el-Hanout, aber auch Kresse. „Ich verwende am liebsten Sachen, die ich nicht kenne. Es macht Spaß, damit herumzuexperimentieren“, sagt er. „Das Wichtigste ist, dass sie harmonieren, dass das System eines Drinks funktioniert.“

Nix’ Stil wesentlich beeinflusst hat sein Mentor Andreas Andricopoulos. Als Nix sich eingestehen musste, dass es im Adina für ihn keine Luft nach oben mehr gab, wechselte er zu Andricopoulos, der das große Potenzial des jungen Deutsch-Türken erkannte, ihn unter seine Fittiche nahm und ordentlich pushte. Er meldete seinen Protegé insgeheim bei einem Wettbewerb in Rostock an, und dieser hatte dann keine andere Wahl als hinzufahren. „Er hat mich einfach ins kalte Wasser geschmissen! Ich sehe mich heute noch mit vollgepackter Einkaufstüte und Rucksack am Hauptbahnhof stehen und auf den Bus warten.“

Heute greife ich mir an den Kopf, wenn ich daran denke, was ich damals zusammengemischt habe.
Star-Barkeeper Tarek Nix über seine Anfänge

Ein großer Wurf wurde seine unvorbereitete Performance dann nicht, aber so lernt man eben. Und das Lernen hat sich für Nix ausgezahlt. 2017 eröffnete er die Provocateur Bar im neuen Boutique Hotel Provocateur. Sie basiert auf dem Konzept der Roomers Bar in Frankfurt und ist das Herz des Hotels. Mit burlesker Atmosphäre versetzt sie die Gäste zurück in das Goldene Zeitalter der 1920er-Jahre. Die geniale Bar-Karte ist ein Life-
style-Magazin im 1920er-Stil mit Tipps für Berlin-Touristen.

Nicht nur diese, sondern auch die Berliner haben sich längst in die Provocateur Bar verliebt. Bei den Mixology Bar Awards 2019 wurde sie als Hotel Bar of the Year und als Bar Team of the Year geehrt. „Das war echt der schönste Tag in meiner Karriere.  Die Auszeichnung für das Team freut mich am meisten“, ist Nix heute, ein Jahr später, noch immer begeistert. Und er hat natürlich jede Menge Pläne. Bei den Tales of the Cocktails  war die Provocateur Bar schon als Best Hotel Bar in Europa nominiert. Der Weg nach oben steht offen.      

www.provocateur-hotel.com

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