Das ist das neue Corona-Kurzarbeitsmodell in Österreich

Die österreichische Regierung hat am Mittwoch gemeinsam mit den Sozialpartnern ein neues Kurzarbeitsmodell beschlossen – es soll ab 1. Oktober gelten.
Juli 29, 2020 | Fotos: Andy Wenzel, Shutterstock

Die österreichische Regierung hat heute ein neues Kurzarbeitsmodell beschlossen: Ab 1. Oktober sollen die neuen Regeln gelten. Nach aktuellem Stand wird die Corona-Kurzarbeit bis März nächsten Jahres laufen – und dementsprechend um sechs Monate verlängert, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz heute mitteilt.

AND4009-1132x740
Ab Oktober gelten neue Regeln für die Corona-Kurzarbeit – das verkündete die Bundesregierung am Mittwoch.

Was gilt nun für die Kurzarbeit?

Die größten Änderungen gibt es beim Punkt Arbeitspensum: So muss ab Oktober mindestens 30 Prozent der Normalarbeitszeit auch gearbeitet werden. Um einen Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken zu können, darf er wiederum nicht mehr als 80 Prozent arbeiten. WKO-Präsident Mahrer kündigt indes aber auch an, Lösungen für jene Betriebe finden zu wollen, die ihre Angestellten weniger als 30 Prozent beschäftigen können. „Das sind Adaptierungen, um die Kurzarbeit treffsicherer zu machen, gleichzeitig aber auch bestenfalls Missbrauch zu verhindern“, erklärt Sebastian Kurz in einem Pressestatement.

Die Nettoersatzrate bleibt indes gleich: Sie liegt weiterhin abhängig vom Gehalt zwischen 80 und 90 Prozent des üblichen Gehalts. „Die Kurzarbeit ist eine Unterstützung für Betriebe, um Mitarbeiter zu halten“, kommentiert Kurz.

Erleichterung für die Branche

Die Verlängerung der Kurzarbeit dürfte vor allem Hotellerie und Gastronomie entlasten: Im Mai waren laut Arbeiterkammer noch 39 Prozent der Branchenmitarbeiter in Kurzarbeit. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Anteil der gemeldeten Kurzarbeiter im Land lag zu dieser Zeit bei 25 Prozent.

shutterstock_765088618-1132x755
Mitarbeiter der Hotellerie und Gastronomie sind besonders häufig von Kurzarbeit betroffen.

Weil der Tourismussektor nach wie vor eine der am stärksten betroffenen Sparten bleibt, hatte die Österreichische Hoteliervereinigung zuletzt eine Verlängerung um weitere zwölf Monate gefordert, um den Betrieben eine langfristige Planungssicherheit zu geben.

Weitere Maßnahmen scheint die Bundesregierung dahingehend zumindest nicht auszuschließen: „Wir wissen selbstverständlich, dass diese Krise für einige Branchen noch länger andauern wird“, sagt Kurz. Man werde deswegen versuchen, im ersten Quartal des nächsten Jahres treffsichere Lösungen für diese Branchen zu finden.

Weiterbildung und Umschulung

Außerdem setzen die Sozialpartner in der neuen Phase der Kurzarbeit auf Weiterbildungsmaßnahmen: Wenn ein Betrieb Weiterbildungen anbietet, sollen diese von den Mitarbeitern auch genutzt werden. Die Bereitschaft, das Angebot wahrzunehmen, soll Bedingung für die Kurzarbeit werden. Arbeitsministerin Christine Aschbacher kündigt indes eine Umschulungsoffensive für den Herbst an. Mehr als 100.000 Menschen sollen dadurch neue Qualifikationen erwerben, um am Arbeitsmarkt bessere Chancen zu haben.

HIER gibt es alle Infos zur Kurzarbeit III

 

Die österreichische Regierung hat heute ein neues Kurzarbeitsmodell beschlossen: Ab 1. Oktober sollen die neuen Regeln gelten. Nach aktuellem Stand wird die Corona-Kurzarbeit bis März nächsten Jahres laufen – und dementsprechend um sechs Monate verlängert, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz heute mitteilt.

AND4009-1132x740
Ab Oktober gelten neue Regeln für die Corona-Kurzarbeit – das verkündete die Bundesregierung am Mittwoch.

Was gilt nun für die Kurzarbeit?

Die größten Änderungen gibt es beim Punkt Arbeitspensum: So muss ab Oktober mindestens 30 Prozent der Normalarbeitszeit auch gearbeitet werden. Um einen Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken zu können, darf er wiederum nicht mehr als 80 Prozent arbeiten. WKO-Präsident Mahrer kündigt indes aber auch an, Lösungen für jene Betriebe finden zu wollen, die ihre Angestellten weniger als 30 Prozent beschäftigen können. „Das sind Adaptierungen, um die Kurzarbeit treffsicherer zu machen, gleichzeitig aber auch bestenfalls Missbrauch zu verhindern“, erklärt Sebastian Kurz in einem Pressestatement.

Die Nettoersatzrate bleibt indes gleich: Sie liegt weiterhin abhängig vom Gehalt zwischen 80 und 90 Prozent des üblichen Gehalts. „Die Kurzarbeit ist eine Unterstützung für Betriebe, um Mitarbeiter zu halten“, kommentiert Kurz.

Erleichterung für die Branche

Die Verlängerung der Kurzarbeit dürfte vor allem Hotellerie und Gastronomie entlasten: Im Mai waren laut Arbeiterkammer noch 39 Prozent der Branchenmitarbeiter in Kurzarbeit. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Anteil der gemeldeten Kurzarbeiter im Land lag zu dieser Zeit bei 25 Prozent.

shutterstock_765088618-1132x755
Mitarbeiter der Hotellerie und Gastronomie sind besonders häufig von Kurzarbeit betroffen.

Weil der Tourismussektor nach wie vor eine der am stärksten betroffenen Sparten bleibt, hatte die Österreichische Hoteliervereinigung zuletzt eine Verlängerung um weitere zwölf Monate gefordert, um den Betrieben eine langfristige Planungssicherheit zu geben.

Weitere Maßnahmen scheint die Bundesregierung dahingehend zumindest nicht auszuschließen: „Wir wissen selbstverständlich, dass diese Krise für einige Branchen noch länger andauern wird“, sagt Kurz. Man werde deswegen versuchen, im ersten Quartal des nächsten Jahres treffsichere Lösungen für diese Branchen zu finden.

Weiterbildung und Umschulung

Außerdem setzen die Sozialpartner in der neuen Phase der Kurzarbeit auf Weiterbildungsmaßnahmen: Wenn ein Betrieb Weiterbildungen anbietet, sollen diese von den Mitarbeitern auch genutzt werden. Die Bereitschaft, das Angebot wahrzunehmen, soll Bedingung für die Kurzarbeit werden. Arbeitsministerin Christine Aschbacher kündigt indes eine Umschulungsoffensive für den Herbst an. Mehr als 100.000 Menschen sollen dadurch neue Qualifikationen erwerben, um am Arbeitsmarkt bessere Chancen zu haben.

HIER gibt es alle Infos zur Kurzarbeit III

 

Den ganzen Artikel kannst Du als ROLLING PIN-Member kostenlos lesen.

Werde jetzt Member. Kostenlos.

Als ROLLING PIN-Member genießt Du unzählige Vorteile.
  • Alle Onlineartikel lesen, die für normale User gesperrt sind
  • Einladungen zu unseren exklusiven Member-Events
  • 30% Rabatt auf Chefdays-Tickets
  • Per Mausklick an unseren Gewinnspielen teilnehmen und sensationelle Preise gewinnen
  • Kostenlose Nutzung unserer sensationellen Rezeptdatenbank
  • Die heißesten News aus der Gastronomie und Hotellerie vor allen anderen erfahren
  • Die ROLLING PIN-Membership ist vollkommen kostenlos und wird es auch bleiben
Vorteile einblenden

Top Jobs


KOSTENLOS MEMBER WERDEN
UND UNZÄHLIGE VORTEILE genießen

  • Insights aus der Gastro-Szene, ganz ohne Bullshit.
  • Personalisierte Jobvorschläge & die besten Jobs aus der ganzen Welt
  • Alle Online-Artikel lesen & Zugriff auf das Rolling Pin-Archiv
  • 33% Rabatt auf Chefdays-Tickets und vieles mehr…