Der Junge Wilde 2009: Was macht Michael Wolf heute?
Michael Wolf gewann 2009 den Titel Junger Wilder – damals als Sous Chef im Orangerie Hotel Palm Beach in Maspalomas. Und seitdem ist aus dem Jungen Wilden von damals kein Archivname geworden, sondern ein Spitzenkoch mit vorauseilender Reputation. Seit 2015 ist er Chef und Eigentümer des Wolf Atelier in Amsterdam.

Michael Wolf gewann 2009 den Titel Junger Wilder – damals als Sous Chef im Orangerie Hotel Palm Beach in Maspalomas. Und seitdem ist aus dem Jungen Wilden von damals kein Archivname geworden, sondern ein Spitzenkoch mit vorauseilender Reputation. Seit 2015 ist er Chef und Eigentümer des Wolf Atelier in Amsterdam.

Mit seinem Gewinnermenü im Junge Wilde-Wettbewerb zeigte sich schon damals, wohin die Reise geht: Zander in Holzkohleöl, Dreierlei vom Kalb, dazu ein Dessert aus Ingwer, Olive und weißer Schokolade. Gerade dieser letzte Gang soll am Ende den Ausschlag gegeben haben. In der Jury sitzten damals Sterneköche wie Heinz Hanner und Karlheinz Hauser, außerdem Gastro-Legenden wie der mittlerweile Verstorbene Reinhard Gerer.

Der gebürtige Vorarlberger aus Schwarzenberg sammelte Stationen in Österreich, Deutschland, Portugal, Italien, Spanien und den Niederlanden. Besonders prägend war für ihn die Zeit bei Dieter Koschina in der Vila Joya. Nach dem Junge-Wilde-Sieg wechselte er zu Sergio Herman ins Oud Sluis, später übernahm er in Amsterdam seine erste Küchenchef-Position im Envy. Dort kochte er sich so stark fest, dass er sich in der holländischen Szene rasch einen Namen machte.
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2015 folgte dann der Schritt, vor dem viele reden und wenige ihn wirklich gehen: Michael Wolf machte sich selbständig und eröffnete das Wolf Atelier in Amsterdam. Das Restaurant sitzt spektakulär auf einer monumentalen alten Bahnbrücke über dem Wasser, nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt.

Dass Wolf auch nach all den Jahren seine „junge wilde“ Experimentierfreude behalten hat, zeigt der Eintrag im Guide Michelin: „Michael Wolf experimentiert gerne mit raffinierten Aromen und überraschenden Ideen, lässt seine Gäste diese probieren und verfeinert sie anschließend, um ihre besten Eigenschaften zu bewahren.“ Dabei sollte sein Restaurant nie ausschließlich über die Teller funktionieren: Neben dem 15-gängigen Menü ist es das Zusammenspiel von Atmosphäre, Getränken, Musik und Service, das einen Abend im Atelier unvergesslich machen soll.

Was macht Michael Wolf heute also? Er ist einer jener Jungen Wilden, bei denen der Titel nicht der Höhepunkt war, sondern der Anfang. Erst Wettbewerbssieg, dann Amsterdam, dann das eigene Restaurant an einer der spektakuläreren Adressen der Stadt.
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Und auch 2026 richten sich die Augen und Gaumen der Kochwelt wieder auf die Jungen Wilden. Die Vorfinalisten, die am 13. April auf der #essenz in Augsburg um den Einzug ins Finale kochen werden, stehen bereits fest.
Wir bedanken uns bei unseren großartigen Partnern! Ohne sie wäre Junge Wilde 2026 nicht möglich: