Ausgabe 142, F&B Know-how

Wie schmeckt eigentlich ... Durian?

Durian-Frucht

Die Kotzfrucht

Die Durian-Frucht gehört zu den größten und exotischsten Früchten der Welt. Und sieht auf den ersten Blick eigentlich auch recht ansehnlich und schmackhaft aus. Sie gedeiht in ganz Südostasien und in Australien. Nach dem Pflücken soll die Frucht ja auch noch recht gut schmecken. Lässt man sie dann jedoch fatalerweise einige Tage liegen, entwickelt sich ein Gestank, der an Exkremente, Terpentin und faule Eier erinnert.

Daher wird die Frucht auch Stink- oder Käsefrucht genannt. Solange die Frucht geschlossen ist, geht von ihr kaum ein Geruch aus. Eine geöffnete Frucht reicht allerdings schon aus, um von bis zu 100 Meter Entfernung gerochen zu werden. In vielen thailändischen Hotels wurde die Durian deswegen bereits durch Hausverbote verbannt. Dort dürfen sie weder verkauft noch von Touristen auf die Zimmer mitgenommen werden. Wichtig ist bei der Durian der richtige Reifegrad: Die Thais bedienen sich einer zuverlässigen Bestimmungsart, ob die Frucht den richtigen Reifegrad hat. Man klopft die Durian ab. Klingt es dumpf und tief, so hat sie den richtigen Reifegrad. Klingt es hölzern und etwas hohl, so ist der richtige Reifegrad noch nicht erreicht.

Das Fruchtfleisch der Durian ist sahnig-cremig und sehr wohlschmeckend, obwohl man den Geschmack schwer beschreiben kann. Er erinnert an einen sehr kräftigen Vanillepudding oder an Butter mit Schokolade. Dieser einzigartige und unbeschreibliche Geschmack der Durian ist der Grund, wieso sie in Asien als Frucht hochgeschätzt wird und als große Delikatesse gilt. Allerdings gibt es sogar Piktogramme und Schilder, die den Genuss dieser Frucht unter Androhung von Strafe an bestimmten Orten verbieten!

14.11.2015